Stadtpark Dessau
Letztes Update: 01.05.2019

Der Dessauer Stadtpark hat eine Fläche von ca. acht Hektar in unregelmäßiger Form und befindet sich unmittelbar westlich des Bereiches der historischen Kernstadt. In Lage und Ausdehnung schließt er sich an die Innenstadtzentren an (Kreuzung Hauptpost, Marktplatz Zerbster Straße, Museumskreuzung).
Nennenswerte Grünflächen in der nächsten Umgebung sind im Norden der Friedensplatz zwischen Antoinettenstraße (einer historischen Sichtachse zur Elbe) und Anhaltischem Landestheater, sowie darüber hinaus der Vorplatz des Hauptbahnhof, im Süden über den August-Bebel-Platz (mit dem Arbeitsamt von Gropius) angebunden der historische Friedhof und im Westen die Anlage zwischen den Strassen Akazienwäldchen und Am Tivoli. Mit einem Hausabbruch gegenüber der südöstlichen Ecke des Stadtparks an der Kavalierstrasse ist ein Projekt der Anbindung über den Schlossplatz zur Mulde und dem vorderen Tiergarten begonnen worden. Wesentlich für die zukünftige Struktur öffentlicher/städtischer Grünflächen ist darüber hinaus das im Rahmen des Stadtumbau entwickelte Grünzugkonzept.

Ein erster Beleg über die Nutzung des westlich der historischen Kernstadt gelegenen Bereiches stammt aus dem Jahr 1475.
1780 wurde ein Gartenhaus als Mausoleum im Palaisgarten gebaut. Unter Erbprinz Friedrich wurde es zur Orangerie umgestaltet, das spätere "Teehäuschen" wird Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff zugeschrieben.
Die Witwe des 1814 gestorbenen Erbprinzen ließ den Garten des erbprinzlichen Palais vormals Eugenspalais) im englischen Stil gestalten. Auf dem heutigen Stadtparkgelände entstand die Anhaltische Landesbank.
1927 wurde mit dem Abriss des Herzoglichen Palais der Zugang zum ehemaligen Palaisgarten frei für die Bürger. Ursprünglich wollte man hier das neue Gebäude des Friedrich-Theaters bauen, das 1922 abgebrannt war. Infolge der Weltwirtschaftskrise 1929 verschob sich das Theaterprojekt, das neue Theater wurde zwischen 1935 und 1938 an anderer Stelle (Friedensplatz) errichtet. Am ursprünglich geplanten Standort im heutigen Stadtpark wurde ein Springbrunnen gebaut.
1945 nach der Zerstörung Dessaus am 7. März bot der Stadtgarten einen traurigen Anblick, Bombentrichter, teilweise vernichteter Baumbestand und Ruinen einstmals prächtiger Bauten. Beräumt erhielt er ab 1950 den Namen Stadtpark, damit begann die Wiederherstellung und Pflege der Anlage. Pläne der Erweiterung nach Norden wurden aufgestellt und es begann die Beräumung der Ruinen der Landesbank, der Gemäldegalerie (Palais Reina) und des Behördenhauses, die Säulen der ehemaligen Gemäldegalerie, wurden erst 1965 abgerissen, und damit auch der Möbelpavillon Seelmann gegenüber der Post. Die Flächen wurden begrünt und einige Bäume gepflanzt und der Rand mit einer kleinen Mauer befestigt. Den Abschluss der Bebauung an der westlichen Stadtgartengrenze bildeten die 3 Y-Häuser
1969-71 und die Erweiterungsbauten am Teehäuschen
Aus dem Palaisgarten und weiteren Flächen entstand der Stadtpark in den 60er Jahren auf einer Fläche von 8 Hektar nach Plänen des Gartenarchitekten Hans Keller. 1972 wurde der Kinderspielplatz mit Skulpturen angelegt. Das Becken des Springbrunnens wurde auf 20 mal 20 m vergrößert und mit einer Fontäne versehen.

Quelle: Stadtpark - Historie

 
Stadtpark aus Google-Sicht
 
im Park
 
Teehäuschen
(wird Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff zugeschrieben)
 
Wilhelm-Müller-Denkmal, gefertigt vom Dessauer Hofbildhauer Hermann Schubert,
der Marmor wurde von Griechenland gestiftet,
feierliche Enthüllung am 30.September 1891 am ursprünglichen Standort Kavalierstrasse

 

Hauptpost am Stadtpark

 

Blick auf die Y-Häuser
 
Bronzeplastik "Zentaur",
Werk des Berliner Bildhauers Reinhold Begas (1831-1911),
Skulptur vom Herzogshaus erworben
und ursprünglich am Stadtschloss vor dem Giebel des östlichen Schlossflügels positioniert
 
Friedrich-Schneider-Denkmal,
gefertigt von Hofbildhauer Hermann Schubert,
ursprüngliche Aufstellung ab 1893 auf dem Bahnhofsvorplatz
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