Kristallpalst Dessau, oder Palais Branconi
Letztes Update: 06.09.2019
Das Palais Branconi wurde 1797 nach Plänen von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff als ein klassizistisches Stadtpalais mit Mittelportal und zweiflügeliger Freitreppe erbaut. Fürst Leopold III. Friedrich Franz beauftragte Reisemarschall Anton von Branconi mit dem Bau.
Im Jahre 1904 eröffnete der Gastwirt Friedrich Bolling nach vielen Umbauarbeiten das Palais als vornehme Gaststätte mit Theater und Varieté - Kristallpalast.
Kristallpalalast nach 1904
Kristallpalast nach 1904

Beim Luftangriff auf Dessau am 7. März 1945 brannte das Gebäude teilweise aus.

Zwischenzeitlich diente der Kristallpalast auch als

  • Ersatz für das abgebrannte Hoftheater - 1922
  • politisches Parkett in der Zeit der Nationalsozialisten - ab 1930
  • Lazarett während der Weltkriege
  • Ersatz für das zerstörte Anhaltische Landestheater - ab 1945

1949 übernahm die Konsumgenossenschaft Dessau den Betrieb des nie vollständig wiederhergestellten Etablissements als universellen Veranstaltungsort.

1990 führten ungeklärte Eigentumsverhältnisse und akute bauliche Mängel zur Schließung des beliebten Hauses. Im Jahre 2010 stellt sich das Gebäude als Ruine dar.

Seit 2008 diskutiert die Stadt Dessau mit einer Bürgerstiftung und einem potentiellen Investor über die Nutzung des Areals als Kultur- und Kongresszentrum.

 

Gebäude im Wandel der Zeiten...
 
Saal nach 1904
Saal des Kristallpalast nach 1904
 
Saal nach 1949
Saal des Kristallpalast nach 1949
 
Saal heute
Saal des Kristallpalast nach 1990 (Stand 2009)
Kristallpalast, heute
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