Wasserburg Rosslau
Letztes Update: 01.05.2019
Die Burg Roßlau ist eine aus dem 12. Jahrhundert stammende Wasserburg, welche auf den Resten einer slawischen Siedlungsburg errichtet wurde. Sie wurde als Niederungsburg mit drei Wassergräben angelegt. Ursprünglich nur aus einem Wohnturm bestehend, wurde die Burg bis zum 16. Jahrhundert ausgebaut. Im Jahr 1740 wurde neben der Burg das „Kleine Schloss“ errichtet und etwas später ein zweiter Zugang über die Schlossbrücke geschaffen.

Zeitweilig als Verwaltungssitz, Gutshof und Domäne genutzt, wurde die Burg von 1836 bis 1838 im Stil der Romantik und Neugotik umgebaut und diente danach bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts als Wohnsitz. Heute sind alle Gebäude und das gesamte Burgareal denkmalgeschützt.

  • Funde aus dem 9. bis 13. Jahrhundert zeigen eine durchgehende Besiedlung des Burgareals auf
  • 1115 kam das Rosslauer Gebiet wahrscheinlich in deutsche Hand durch Otto von Ballenstedt
  • 1215 erstmalige Nennung des Albertus de Rozelowe
  • 1219 erstmalige Nennung des Conradus de Schlichting (Schlichtings gelten als Erbauer der Burg)
  • 1358 erstmalige schriftliche Erwähnung der Burg Roßlau als „Rozelowe dat hus“
  • 14. Jahrhundert residieren häufig Angehörige des Anhaltischen Fürstenhaus auf der Burg
  • 15. Jahrhundert Umbau der Burg zu einem Ökonomieamt, aus dieser Zeit nur geringe Bauspuren erhalten
  • 16. Jahrhundert Ausbau zu einer Fürstenresidenz und Anlegung eines Verzeichnisses über die Burg Roßlau
  • 1626 im Zuge der Schlacht an der Elbbrücke wird die Burg durch Soldaten geplündert, verwüstet und teilweise in Brand gesteckt
  • 1643-62 Wiederaufbau der Burg durch die Baronin von Metzsch
  • 1738 Amtmann Honig berichtet über den baufälligen Treppenturm
  • 1740 Bau des Schlosses
  • 1740-42 nach dem Bau des Rathauses zog die Verwaltung aus der Burg aus
  • 1743 Erneuerung des Treppenturm
  • 1745 Bau der Schlossbrücke
  • 1750 Erneuerung der Domänengebäude
  • Anfang 19. Jahrhundert war die Burg verfallen, nur noch ein Raum nutzbar
  • 1825 durch Brandstiftung die Kuhställe auf der Burg zerstört
  • 1825/26 Anlegung des Schlossgarten durch Herzog Ferdinand von Anhalt-Köthen
  • 1836-38 Rekonstruktion der Burg durch Herzog Heinrich von Anhalt-Köthen
  • 1871 Brand auf der Burg
  • 1875 Abbruch zahlreicher Domänengebäude
  • 1879 Verlegung des Gefängnis von der Burg in das Rathaus
  • nach 1920 Burg Eigentum des Anhaltinisch-Askanische Familienverein e.V.
  • 1924 Einbau von 5 Wohnungen mit „...allem Komfort der Neuzeit...“
  • 1947 Burg ging in das Eigentum der Stadt Roßlau über
  • 1958 Beseitigung des neu eingerichteten Tierparkes
  • 1982 Einbau einer Heizungsanlage
  • 1986 zog letzter Bewohner aus der Burg aus
  • 1989 Gründung IG Burg Roßlau
  • 1996 - 1998 Nutzungsvertrag mit Nordlicht e.V.
  • 1999 Gründung Förderverein „Burg Roßlau“ e.V.
  • 2005 Sicherung der Gründung vom Fachwerkhaus (Haus I)
  • 2006 Sicherungsarbeiten an Haus II
  • 2007 durch Brandstiftung Rechte Torscheune zerstört, Schaden 200.000 €
  • 2008 Sicherungsarbeiten an Haus IV
  • 2009 Archäologische Ausgrabungen auf dem Burghof
  • 2010 Neugestalteter Burghof und Zugang an den Förderverein "Burg Roßlau e.V. " übergeben
Quelle: http://www.dessau-rosslau-tourismus.de/kulttour/de/natur_kultur/wasserburg_rosslau.html, http://www.burgrosslau.de/geschichte.html
 
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