Insel Stein im Wörlitzer Park
Letztes Update: 01.05.2019

Neben dem Wörlitzer Schloss ist die "Insel Stein" wohl die beeindruckendste Anlage im Wörlitzer Park.

Der Stein wurde 1788 bis 1794 nach Plänen von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau als Erinnerung an seinen Aufenthalt am Golf von Neapel erbaut. Es ist eine mit Findlingen verkleidete künstliche Insel. Sie beherbergt Felsengänge, Grotten, den Tempel des Tages, den Tempel der Nacht, ein Kolumbarium, ein Amphitheater, die Villa Hamilton und wird gekrönt von einem künstlichen Vulkan, der dem Vesuv nachempfunden ist.

Als Höhepunkt konnte der Vesuv von Wörlitz bei Gartenfesten des Fürsten mittels ausgefeilter Ton-, Licht- und Wassereffekte Lava speien.
Quelle: Wikipedia.de

Am Golf von Neapel angelangt, hatte er sich am 28. Februar 1766 zum Vesuv aufgemacht. Wie sein Begleiter Erdmannsdorff festhielt, war dieser wieder einmal bedrohlich aktiv. Unerschrocken wagte sich die Gruppe bis an den Rand des Kraters und erlebte prompt "ein höchst entsetzliches Brausen, begleitet von einer dicken Rauchwolke, und, kurz danach, einen Auswurf von Steinen, den der Berg unter Anstrengungen ausspie und weit über seinen Gipfel warf".
Quelle: www.monumente-online.de

 
"Der Vesuv" - höchster Punkt der Insel Stein
Auch heute vermag der Vesuv wieder Feuer und Lava zu speien...
 
das Amphitheater
am Fuße des Vesuvs ist ein 240 Gäste fassendes Theater mit sogenannter Fürstenloge

 

Villa Hamilton, Rückansicht
Dieses Refugium sollte eine Hommage an Sir William Hamilton (1730–1803), den englischen Gesandten am Hof von Neapel, sein. Seit Fürst Franz die Bekanntschaft dieser schillernden Persönlichkeit gemacht hatte, pflegte man einen regen, freundschaftlichen Austausch. Der selbsternannte Vulkanologe hatte es mit der Veröffentlichung seiner Naturforschungen zu großem Ruhm gebracht. Darüber hinaus besaß er eine beeindruckende Antikensammlung. Sir Hamilton hatte für sich und seine junge Gattin Emma - die kapriziöse Lady Hamilton ging später als Mätresse von Lord Nelson in die Geschichte ein - an der Küste bei Neapel eine Sommerfrische errichten lassen. Von jener Villa Emma aus genoss man den freien Blick auf den Vesuv.
Quelle: www.monumente-online.de

 

Villa Hamilton, Innenansicht: Kaminzimmer
mit herausragender, rekonstruierter, klassizistischer Ausstattung

 

im Inneren der Insel Stein: Renovierung der Räume

 

im Inneren der Insel Stein: Kolumbarium

 

im Inneren der Insel Stein: Blick in Richtung Schloss

 

im Inneren der Insel Stein: Oberlicht im Tempel des Tages

 

im Inneren der Insel Stein: Tempel der Nacht mit Vestalin
Als Vestalin (lat. virgo Vestalis "vestalische Jungfrau") bezeichnet man eine römische Priesterin der Göttin Vesta.
 
Altar unter der Insel Stein
... vor der Restaurierung mit der Gondel zu erreichen ...
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